Die selbsterfüllende Prophezeiung

Die selbsterfüllende Prophezeiung

Du machtest deine Fehler, du hattest falsch gesetzt
Warst auch mal ein Arschloch, dein Herz hätt’s fast zerfetzt
Du hast zurück gefunden, das Schwierige geschafft
Lerntest aus den Fehlern und mit Leidenschaft

So weit, so gut, doch du bist nicht allein
Ihr Denken ist eng und du für sie noch ein Schwein
Oder auch nur ein Idiot
So sind sie blind für deinen Wandel
Dabei ist Wandel natürlich und Starrheit der Tod

Du bist ein neuer Mensch, doch erntest du nur Ablehnung
Man lässt dir keine Chance, du kannst machen was du willst
Selbst gefangen, verbieten sie dir Ausdehnung
Und es kommen Träume, in denen du sie killst

Und so, durch Unsicherheit und Wut
Machst du den ersten Fehler, hast zum ersten Mal versagt
Sie stürzen sich drauf und es tut ihnen gut:
„Wir haben’s ja immer gesagt…“

Du bist nicht, was du bist, sondern zu was sie dich machen
Du hast mehr geschafft als sie je werden, aber hörst du, wie sie über dich lachen?
Irgendwann stehen sie vor dem Knast, der Klapse oder deinem Grab
Und sagen: „Wir haben’s ja immer gesagt…“

Aus dem Gedichtband „Der schöne Schein“

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