An einen Schizophrenen

An einen Schizophrenen

Gehetzt und getrieben
Was ist dir geblieben?
Stehst vor einer Wand
Es nimmt dir den Verstand

Psychisch krank
Des Schicksals Dank?
Die Gene oder Opfer dieser Welt?
Weißt auch nicht, wie es sich verhält

Stimmen hörst du unentwegt
Höhnisch sind sie unterlegt
Wie soll es jetzt nur weitergehen?
Warum du? Du kannst es nicht verstehen

Die Weißkittel bemühen sich sehr
Geben dir Pillen, du willst keine mehr
Deine Welt werden sie nie kapieren
Deine Wahrheit nie ganz respektieren

Was ist krank und was „normal“?
Wann ist ein Geist schon ideal?
Im „Kranken“ kann auch Schönheit sein
Doch ist das Schöne oft allein

Klar geht’s oft nicht ohne Pillen
Klar brauchst du Hilfe und dazu den Willen
Doch lass sie nicht auch deine Einzigartigkeit „heilen“
Ab und an sollst du auch noch in deiner eig’nen Welt verweilen

Aus dem Gedichtband „Der schöne Schein“

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