Der schöne Schein

Der schöne Schein

Ohne Masken geht es nicht
Verbergen muss ich mein Gesicht
Mein nacktes Ich erträgst du nicht
Maskiert so stehen wir dicht an dicht
Klar, die Maske trübt die Sicht
Blass sind wir ohne Sonnenlicht

Wir spielen Rollen, spielen mit
Marschieren auch im gleichen Schritt
Durch uns’re Seelen geht ein Schnitt
Wir nennen das Kulturfortschritt
Und kommt mal einer aus dem Tritt
Merkt niemand, wie der litt

Gemeinsam sind wir hier allein
Es könnte alles anders sein
Doch wahren wir den schönen Schein
Fassade, Geld und Edelstein
Doch das Gewissen ist stets rein
Und jeder fügt sich ein

Wie kann man diesen Kreis durchbrechen?
Die Opfer dieses Spieles rächen?
Wer wagt es, Wahrheit auszusprechen?
Es braucht die Freien und die Frechen
Das Schauen unter die Oberflächen
Das Hier und Jetzt ist ein Verbrechen

Aus dem Gedichtband „Der schöne Schein“

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