Dein Untergang

Du bist nicht so stark
Du hattest nur Glück
Passt zufällig perfekt in diese Zeit
Aalglatt und geschliffen
Oberflächlich und bereit, dich anzubiedern
Bei denen, die etabliert sind
Ein Kreislauf
Eine geschlossene Gesellschaft
Überholter Werte
Egoisten
Materialisten

Doch Zeiten können sich ändern
Wenn anderes mal zählt
Siehst du verdammt schlecht aus
Man wird sehen…
Ich jedenfalls kämpfe für deinen Untergang
Ich bete für deinen Untergang
Ich bin davon überzeugt, dass er irgendwann kommen wird –
Dein Untergang

Hinter dem Spiegel

Sie schauen sich täglich ins Gesicht
Doch sie sehen sich nicht
Verstehen nicht
Vor der eigenen Fassade stehend
Eine Mauer aus Angst vor sich selbst
Nur in der Herde vorwärts gehend
Robotisch du dich dazu gesellst

Hinter dem Spiegel die Fremde
Hinter dem Spiegel ein Nichts?
Hinter dem Spiegel die Wahrheit
Jenseits des sicheren Lichts

Warum die Angst, sich selbst zu entdecken?
Ja, es wird dich erst zu Tode erschrecken
Doch da ist auch sehr viel Schönes
Und du bist frei und klar im Geist
Wenn du hinter dem Spiegel
Dein Selbst jetzt befreist

Erlerne dich, begreife dich
Jenseits von Raum und Zeit
Als das, was du nun einmal bist
Du und nur du – einfach befreit

Individuell?

Lebst du noch?
Bist du wirklich frei?
Oder wirst du nur gelebt?
Fremdbestimmt – nur noch im Kollektiv dabei?

Der Mensch, er braucht den Menschen
Das ist ja völlig klar
Doch über-sozialisiert
Verschwimmt dein Ich
Mit all der Menschenschar

Der Mensch braucht Regeln und Gesetze
Ich bin kein Anarchist
Doch lange habe ich den Ankerpunkt
In meinem Selbst vermisst

Letztendlich stand ich mir nur selbst im Weg
Ich sah mich nur durch Augen and’rer
Der Mensch ist zwar ein Herdentier
Doch selten nur ein Seelenwand’rer

Was jeder aber sein kann –
Trau dich und geh manchmal zur Mitte
Es macht dich stärker, du zu sein
Und nicht ein Sklave aktueller Sitte

In Bewegung

Es muss immer weitergehen
Der Stillstand ist der Feind des Geistes
Wenn das Herz nicht brennt, vereist es
Ich will immer Neues sehen
Das Dasein, soweit es geht, verstehen

Immer in Bewegung bleiben
Das Leben ganz mir einverleiben
Einfach Leidenschaft für’s Sein
Keine Kompromisse, nein

Ich will leben, wirklich leben
Könnte mir sonst nicht vergeben
Will was in der Seele spüren
Das Herz muss mit Elan mich führen

Viele Wege führ’n dorthin
Hauptsache, du siehst den Sinn
Und alles bleibt im Fluss
Vom Anfang bis zum Schluss

Selbsterkenntnis

Ich sah schon früh, was falsch ist hier
Doch spät erst das, was richtig
Ich suchte viel im Jetzt und Hier
Doch kannte mich nur flüchtig

Doch erst als ich den Blick in mich
Und meine Seele wandte:
Im Herz spürte ich einen Stich
Als ich mich selbst erkannte

Wenn du Ekenntnis suchst, dann wage dies
Und sieh auch die Abgründe
Das ist der Weg ins Paradies
Durch tiefste Höllenschlünde

Innere Freiheit, eine klare Sicht
Sie sind der Lohn der Selbsterkenntnis
Ein leichter Weg ist dieser nicht
Doch löst er die Seele von aller Bedrängnis

Ich fühl mich nun in mir zuhaus
Und halt es für den einzig wahren Weg
Doch such es dir ruhig selber aus
Es ist ein schmaler Steg

Freiheit des Ich

Wie ich’s dreh und wende
Dies ist noch nicht das Ende
Auch wenn die Wunden brennen
Ich lern mich erst so richtig kennen

Jeden Fehler den ich machte
Musste ich so machen
Über vielen Schwachsinn, den ich dachte
Kann ich heute herzlich lachen

Den eigenen Stil, das Wunder des Ich
Ein langer Weg, bis man sich findet
Und nicht nur als Kopie und blässlich
Sich an falsche Götzen bindet

Als freier Mensch ist man am Steuer
Verantwortlich, des Glückes Schmied
Der Käfig um dich rum ist offen
Nicht jeder, der das sieht – und endlich flieht

High Risk

High Risk

Ich klett’re nicht auf hohe Berge
Ich brauch auch keinen Fallschirmsprung
Ich fahr noch nicht mal Achterbahn
Bin nun auch nicht mehr ganz jung

Doch in mir, in meiner Seele
Gibt es Berge, gibt es Schluchten
Wüsten aus Eis und heißem Sand
Gibt es Monster und Dämonen
Extremsport in meinem Verstand

Will dort alles entdecken
Tiefer vordringen auf eigene Gefahr
Höchstes Risiko wird dort gegangen
Und diese Welt ist sehr, sehr wahr

Dieses Abenteuer ist es wert
Doch gefährlich ist es allemal
Ich werde nicht dran sterben
Doch wenn ich nicht aufpasse, ist es die Höllenqual

Vielleicht verlier ich mal den Verstand
Vielleicht hab ich ihn schon verloren
Doch diese Abenteuer ist mein Kick
Dafür bin ich geboren

Ich lebe noch!

Ich lebe noch!

Dass mein Feuer noch lodert
Oft gegen stürmischen Wind
Eine glückliche Fügung
Plus Wissen – wie man gewinnt

So viele Fallen im Leben
So viele Idioten auf dem Weg
Dieser ist oft
Ein sehr schmaler Steg

Ich habe genommen
Und will auch was geben
Ich tu was ich kann
Verdammt, ich bin noch am Leben!

Jeder sollte danach streben
Dieses Feuer zu bewahren
Lieber in Flammen
Mit Haut und mit Haaren
Als erloschen und erkaltend
Am Leben und doch nicht
Sein Dasein nur verwaltend
Ein Schatten ohne Licht

Ja, ich bin noch am Leben
Es zu bleiben ist ein Krieg
Er wird niemals enden
Alternativlos der Sieg

Melancholie

Melancholie

Früher – so helle Bilder und Magie
Vorbei – Vergänglichkeit in allem Sein
Zeit steht eben nie
Ein Leben, ein Hauch – Der Mensch so klein

Und doch ist in uns Ewigkeit
Im Anfang wie im Ende
Es hat nur alles seine Zeit
Das Leben und des Todes kalte Hände

Ein süßer Schmerz – Melancholie
Das große Akzeptieren und Verstehen
Das ist auch Glück, vergiss das nie
Als Teil des Ganzen sich zu sehen

Als Teil des Kreises, der Vergänglichkeit
Ein Grund mehr, den Tag zu leben
Und in der gegebenen Zeit
Nach dem Glück zu streben

Nur Mut!

Nur Mut!

Und hast du keine Chance
Dann nutze ebendiese
In jedem von uns steckt
Ein Held und auch ein Riese

Ist auch das Ziel verschwommen
Und sie trauen dir nichts zu
Setz dir DEINE Ziele
Du bist nicht sie, nein, du bist du

So wird in dir dann langsam
Der Riese aus dem Zwerg
Heb erst kleine Steine auf
Versetze dann den Berg

Nur Mut, du wirst es schaffen
Musst nur du selber bleiben
Träume sind zum leben da
DEIN Märchen musst du schreiben