Big Boss

Big Boss

Du bist besessen von deiner Macht
Dein Geist ist niemals richtig aufgewacht
Doch du hast Einfluss, du hast Geld
Fühlst dich wie der große Held

Doch bist so klein in deiner Seele
Spielst Schicksal, gibst ständig Befehle
Du bist in Wahrheit voller Angst
Doch sie tun, was du verlangst

Du hast dich einst entschieden
Selbstreflexion immer vermieden
Du hast deine Priorität gesetzt
Das Kind in dir hast du verletzt

Klar, auch dieser Weg ist nicht ganz leicht
Doch fehlt die Tiefe, du bist seicht
Jedem überlassen ist die Verwendung seiner Zeit
Doch trotzdem, du tust mir einfach leid

Grenzgänger

Grenzgänger

Wir sind Genie und schwer verrückt
Unsere Werke haben stets verzückt
Sind verflucht und doch gesegnet
Haben der Kunst den Weg geebnet

Mancher wurde sehr verehrt
Das Autogramm war stets begehrt
Ging dann am Ruhm zugrunde
War beim Dealer Kunde

Mancher starb verarmt und einsam
Wie viele haben das gemeinsam?
Wurden posthum oder nie bekannt
Doch haben ihre Herzen auch gebrannt

Wisst bei Dichtung, Liedern und Gemälden
Auf ihre Art sind Künstler Helden
Genie und Wahnsinn, es ist wahr
Mach Kunst auf eigene Gefahr

Lunaris 2.0

Lunaris 2.0

Ich habe alles richtig gemacht
Habe alles nichtig gedacht
Habe alles niedergeträumt
Und die Seele aufgeräumt

Ich bin alles und keins
Bin der Herr meines Seins
Ergeben dem Großen und Ganzen
Um mit Engeln und Teufeln zu tanzen

Paradox und ganz logisch
Zerrissen und harmonisch
Avantgarde wie schon immer
Im Dunkel der Schimmer

Und ein grimmiger Mond
Sagt, dass das alles sich lohnt
Sagt, dass alles mal endet
Und das Blatt sich noch wendet

Mein Ego ist stark
Die Seele ist dark
Der Geist ist autark
Der Wille ist da
Und das, was ich sah
Mach ich zu Zeilen
Die vielleicht heilen

In diesem Sinne geht es weiter
Hoffentlich nur hoch die Leiter
Und in guten wie in schlechten Stunden
Bleibe ich dem Mond verbunden

Der Idealist

Der Idealist

Neue Spinner braucht das Land
Ich biete mich da gerne an
Ich glaub noch an Vernunft, Verstand
Obwohl ich sie kaum sehen kann

Ich glaub trotz allem an das Gute
Und dass es mal Frieden gibt auf Erden
Humanismus als das Absolute
Der Mensch ist vielleicht noch im Werden

Ich glaube wirklich an die bessere Welt
Denn ich bin wie gesagt ein Spinner
Nicht ewig zählen wird Macht und Geld
Und der Gute wird Gewinner

In meinem Wahnsinn gehe ich soweit
Zu glauben, dass wir mal neue Stufen schaffen
Ein neues Bewusstsein der Menschheit
Endlich mehr Abstand zum Affen

Wer will auch ein Spinner sein?
Vielleicht wird es ja doch mal wahr
Ich denke, ich bin nicht ganz allein
Doch verrückt schon, soviel ist klar

Mensch und Markt

Mensch und Markt

Genormt, geformt, durch das System gezogen
Der Ausschuss wird halt ausgespuckt
Für die Wirtschaft werden wir erzogen
Was zählt ist nur das Endprodukt

Nichts gegen unsern freien Markt
Doch sollte noch der Mensch am Ende stehen
Es kommt noch zum sozialen Infarkt
Wenn wir das jetzt schon nicht mehr sehen

Klar, die meisten sind zufrieden
Denken sie zumindest – kennt man denn noch wahres Glück?
Der Wohlstand hilft, sich zu belügen
Der Wohlstandszombie wächst schon Stück um Stück

Die Ersten müssten die Letzten sein
Und die Letzten auch die Ersten
Noch zählt nur der schöne Schein
Wann wird er zerbersten?

Wann?

Wann?

Zum Schweigen verdammt sind die Weisen
Am tiefsten waren immer die Leisen
Macht für den, der Macht nicht will!
Sprache ist nichts, doch alles Gefühl

Wer sieht, will oft lieber blind sein
Wer Tiefes erfühlt, ist nicht selten allein
Das Offensichtliche ist in der Ferne
Auf dass das die Menschheit noch lerne

Gedanken sind frei – oder auch nicht
Siehst DU in dem Dunkel ein Licht?
Wer seinen Geist beherrscht, der ist mächtig
Wer es offenbart, gleich verdächtig

Trotz aller Wirren der Menschheit
Trotz allen Wahnsinns der Zeit
Ist Hoffnung niemals verkehrt
Wann ist der Weise mal wieder begehrt?

Held sein

Held sein

Wenn Blinde Blinde führen
Und Heiler selber siechen
Und alle vor dem lieben Geld
Nur noch am Boden kriechen

Dann ist was faul in dieser Welt
Obwohl wir’s akzeptieren
Gleichgültig, egoistisch
Schlimmer als bei den Tieren

Ab und zu hört man ne Klage
Und mancher tut auch was
Doch das ist viel zu wenig
Gegen den ganzen Hass

Wer denkt, allein kann er nichts ändern
Der ist mit schuld an der Misere
Denn denken alle so… –
Das ist doch keine hohe Lehre!

Darum, wenn du dich selber änderst
Dann änderst du die Welt
Von klein zu groß
Von eins zu allem
Und du bist ein Held!

Was zählt

Was zählt

Nicht alles was wir uns erhoffen
Nicht alles geht auch in Erfüllung
Die Zukunft ist doch immer offen
Das Jetzt ihre Enthüllung

Doch bringt es nichts damit zu hadern
Im Jetzt fließt Blut durch deine Adern!
Jetzt lebst du und gestaltest morgen
Um gestern brauchst du dich nicht mehr zu sorgen

Je mehr du lebst im Augenblick
Erfüllen sich morgen Träume – Stück um Stück
Je mehr dein Heute du gestaltest
– und nicht dein Dasein nur verwaltest –
Wird’s Leben besser, glaub es mir
Es zählt einfach das Jetzt und Hier!

Die Mitte und der Rand

Die Mitte und der Rand

Geh in deine Mitte
Erfühle, was da ist
Jenseits allgemeiner Sitte
Bist du, was du bist

Doch geh auch an den Rand
Lebe, ja, nimm teil am Leben
Reich andern deine Hand
Es ist ein Nehmen und ein Geben

Alles hat so seine Zeit
Das Außen und das Innen
Auch Glück, auch Leid
(kein Schatten ohne Licht!)
Im Wechsel lässt es dich gewinnen

Der Geheimbund oder: Die stille Revolution

Der Geheimbund oder: Die stille Revolution

Diese Welt ist kalt
Diese Welt ist krank
Ihre Krankheit, die ist alt
Lang her schon, dass der Mensch versank

Versank in Lügen, Heuchelei
In Hass, Missgunst und Neid
In Geldgier und in Streiterei
Er hat das Schlimmste in sich befreit

Wer gut ist und wer Werte vertritt
Der kommt nicht weit in diesem Leben
Lang her, dass jemand dafür stritt
Es braucht ein neues Beben!

Nicht halbherzig sich beschweren
Nein, sich selbst zu ändern ist das Ziel allein!
Wenn’s viele tun, dann können wir uns wehren
Jeder ist gefordert, ein Held kannst du auch sein!

Du musst dafür nicht im Rampenlicht stehen
Infiziere einfach deinen Nächsten, verändere so die Welt erstmal im Kleinen
Lass uns dieses Feuer verbreiten, den Mensch als Menschen wieder sehen
Und uns im Sinne der Menschlichkeit heimlich vereinen

Der Weg

Der Weg

Im Anfang ist der Wille. Der viel zitierte Weg des Kriegers basiert auf dem Willen des Kriegers, nicht nur dem reinen Überlebenswillen, sondern dem schöpferischen Willen. Dem Willen, Spuren zu hinterlassen, für etwas zu stehen. FÜR etwas und nicht immer nur gegen Existierendes, agieren und nicht immer nur reagieren. Dabei muss man nicht unbedingt berühmt werden, es braucht kein Denkmal, um Spuren zu hinterlassen. Lebt und strebt man für das was man ist, innerhalb der gegebenen Grenzen und Möglichkeiten die man hat, für die eigene Wahrheit, dann ist man mit sich im Gleichgewicht und mit seiner Umgebung und alle die es wert sind, alle die ein Stück Weg gemeinsam mit einem gehen, diese Menschen „infiziert“ man mit der Leidenschaft für das Leben und die eigene Wahrheit. So kann man die Welt ändern und glücklich sein.
Wie aber findet man diese eigene Wahrheit? Durch Erfahrung, die allerdings nur etwas wert ist, wenn man sie reflektiert am eigenen Ich, das sich wiederum nur wahrnehmen lässt, indem man bewusst in sich hineinhorcht. Wie Hesse sagte, man muss zwischen der Vita activa, der aktiven Teilhabe am Leben und der Vita contemplativa, der zurückgezogenen, in sich gekehrten und beobachtenden Lebensweise wechseln. Immer wieder, im eigenen Rhythmus.
Und man muss wachsen, einen Schritt nach dem anderen tun.
Im Anfang ist der Wille, der Weg ist tatsächlich das Ziel und der Lohn kommt, wenn auch langsam. Wähle also diesen schwierigeren Weg. Er lohnt sich dann, wenn du ihn konsequent gehst und dich nicht beirren lässt.

Unversöhnlich

Unversöhnlich

Dies ist nicht deine Zeit zu blühen
Verkrüppelt haben sie die Seele dir
Dein freier guter Geist ‒ du kannst dich noch so sehr bemühen
Bist verwundet, ein gejagtes Tier

Nein, heute hast du keine Chance
Es herrscht die Oberflächlichkeit
Die leichte Kost, ein Volk in Trance
Was ist das für ne Zeit?

Denn die Substanz, denn wahre Werte
Und tiefere Vernunft im Herzen
Wer ist noch da, der das verehrte?
Für dich sind’s Höllenschmerzen

So finster wie das klingt, so ist es
Wer sieht das heute noch?
Das Volk frisst Scheiße und vergisst es
Gleichgültigkeit, dein Los, dein Joch

Gern würde ich versöhnlich schließen
Doch sieht die Wirklichkeit eben so aus
In all dem Dreck kann keine Blume sprießen
Sie reißen dir dein Herz heraus

Die Suche

Die Suche

Im Käfig der Konventionen
Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehend
Die falschen Ikonen
Die Seele nach Freiheit flehend

So bist du und stehst vor mir
Doch ich kann dir nicht helfen, nein
Vielleicht noch zeigen dir die Tür
Durchgehen musst du allein

Du bist wie viele verlorene Seelen
Die erdrückt sind und nicht frei
Die sich durch die Tage quälen
Und sich aufreiben dabei

Wenn du raus willst aus dem Kerker
Die Antwort wie, sie liegt in dir vergraben
Die Suche allein macht dich schon stärker
Nutze alle deine Gaben

Der Preis des Einzigartig-seins:
Jeder sucht für sich alleine
Im Glanz verborg’nen Seelenscheins
Liegt der Schatz und ist der deine

So stehst du suchend nun vor mir
Doch ich kann dir nicht helfen, nein
Vielleicht hab ich dir jetzt gezeigt die Tür
Durchgehen musst du allein