Tief wie nie

Tief wie nie

Ein Impuls – der Herzschlag führt
Bin entflammt – und tief gerührt
Vom Leben und der Poesie
Fühle es so tief wie nie

Störgeräusche blend ich aus
Ein Gedicht muss wieder raus
War bereit und wird geschrieben
Als Zeuge von Lebenstrieben

Auch wenn es nur Worte sind
Fühle heut in mir wieder das Kind
Einfach Lust am Leben
Wie ein inneres Beben

Der Moment, er geht vorbei
Viel zu schnell, doch einerlei
Das Gedicht als Zeuge bleibt bestehen
Moment, ich werd dich wiedersehen

Zwischen den Zeilen

Zwischen den Zeilen

Nur was nicht gesagt wird, ist wirklich relevant
Was keiner glaubt, ist vielleicht wahr
Was ist schon unser menschlicher Verstand?
Nur das freie Herz sieht klar

Das freie Herz, wer hat es noch?
Was heißt Freiheit, wenn man sie wirklich lebt?
Und Magie, es gibt sie doch
Es kriegt was will, wer wirklich strebt

So viel Energie geht ins Leere
Schwarz und Weiß sind längst vertauscht
Wo ist des Menschen Ehre?
Wenn er unselig durch Geschichte rauscht

Engel weinen, doch Hoffnung bleibt
Was nie gesagt wird, kann uns retten
Bevor das Schwarz uns einverleibt
Und Menschlichkeit sprengt alle Ketten

Das ultimative Gedicht

Das ultimative Gedicht

Wahrheit, Klarheit, Liebe
Was, wenn ich es schriebe?
Das Gedicht, das alles ändert
Die Welt zum Stillstand bringt
Und jeder Leser nur um Fassung ringt

Könnten Worte das erschaffen
Könnten Worte derart heilen…
Dann hätte vor mir jemand es getan
Den Ruhm müsste der nicht teilen

So bleibt mir nur der Traum
Vom ultimativen Gedicht
Schade, dass es das nicht gibt
Die Welt bräuchte dieses Licht

Fast nur Grau

Fast nur grau

Und sie wandeln durch die Städte
Schlafende Gestalten
Zombies, ferngesteuert
Die hier schalten und hier walten

Übernehmen Meinungen
Keine autarken Geister
Kleben an der Halbwahrheit
Brauchen Götter, brauchen Meister

Nur ein paar, sie tanzen aus der Reihe
Nur ein paar sind echt
Bunte Tupfer in dem Grau
Sind niemandes Knecht

Wollen wir eine graue Welt?
Wollen wir im Gleichschritt schreiten?
Oder wollen wir wieder atmen?
Für wahre Freiheit streiten?

Big Boss

Big Boss

Du bist besessen von deiner Macht
Dein Geist ist niemals richtig aufgewacht
Doch du hast Einfluss, du hast Geld
Fühlst dich wie der große Held

Doch bist so klein in deiner Seele
Spielst Schicksal, gibst ständig Befehle
Du bist in Wahrheit voller Angst
Doch sie tun, was du verlangst

Du hast dich einst entschieden
Selbstreflexion immer vermieden
Du hast deine Priorität gesetzt
Das Kind in dir hast du verletzt

Klar, auch dieser Weg ist nicht ganz leicht
Doch fehlt die Tiefe, du bist seicht
Jedem überlassen ist die Verwendung seiner Zeit
Doch trotzdem, du tust mir einfach leid

Grenzgänger

Grenzgänger

Wir sind Genie und schwer verrückt
Unsere Werke haben stets verzückt
Sind verflucht und doch gesegnet
Haben der Kunst den Weg geebnet

Mancher wurde sehr verehrt
Das Autogramm war stets begehrt
Ging dann am Ruhm zugrunde
War beim Dealer Kunde

Mancher starb verarmt und einsam
Wie viele haben das gemeinsam?
Wurden posthum oder nie bekannt
Doch haben ihre Herzen auch gebrannt

Wisst bei Dichtung, Liedern und Gemälden
Auf ihre Art sind Künstler Helden
Genie und Wahnsinn, es ist wahr
Mach Kunst auf eigene Gefahr

Lunaris 2.0

Lunaris 2.0

Ich habe alles richtig gemacht
Habe alles nichtig gedacht
Habe alles niedergeträumt
Und die Seele aufgeräumt

Ich bin alles und keins
Bin der Herr meines Seins
Ergeben dem Großen und Ganzen
Um mit Engeln und Teufeln zu tanzen

Paradox und ganz logisch
Zerrissen und harmonisch
Avantgarde wie schon immer
Im Dunkel der Schimmer

Und ein grimmiger Mond
Sagt, dass das alles sich lohnt
Sagt, dass alles mal endet
Und das Blatt sich noch wendet

Mein Ego ist stark
Die Seele ist dark
Der Geist ist autark
Der Wille ist da
Und das, was ich sah
Mach ich zu Zeilen
Die vielleicht heilen

In diesem Sinne geht es weiter
Hoffentlich nur hoch die Leiter
Und in guten wie in schlechten Stunden
Bleibe ich dem Mond verbunden

Der Spinner

Der Spinner

Neue Spinner braucht das Land
Ich biete mich da gerne an
Ich glaub noch an Vernunft, Verstand
Obwohl ich sie kaum sehen kann

Ich glaub trotz allem an das Gute
Und dass es mal Frieden gibt auf Erden
Humanismus als das Absolute
Der Mensch ist vielleicht noch im Werden

Ich glaube wirklich an die bessere Welt
Denn ich bin wie gesagt ein Spinner
Nicht ewig zählen wird Macht und Geld
Und der Gute wird Gewinner

In meinem Wahnsinn gehe ich soweit
Zu glauben, dass wir mal neue Stufen schaffen
Ein neues Bewusstsein der Menschheit
Endlich mehr Abstand zum Affen

Wer will auch ein Spinner sein?
Vielleicht wird es ja doch mal wahr
Ich denke, ich bin nicht ganz allein
Doch verrückt schon, soviel ist klar

Mensch und Markt

Mensch und Markt

Genormt, geformt, durch das System gezogen
Der Ausschuss wird halt ausgespuckt
Für die Wirtschaft werden wir erzogen
Was zählt ist nur das Endprodukt

Nichts gegen unsern freien Markt
Doch sollte noch der Mensch am Ende stehen
Es kommt noch zum sozialen Infarkt
Wenn wir das jetzt schon nicht mehr sehen

Klar, die meisten sind zufrieden
Denken sie zumindest – kennt man denn noch wahres Glück?
Der Wohlstand hilft, sich zu belügen
Der Wohlstandszombie wächst schon Stück um Stück

Die Ersten müssten die Letzten sein
Und die Letzten auch die Ersten
Noch zählt nur der schöne Schein
Wann wird er zerbersten?