Endlich

Ich sehne mich nach der guten alten Zeit – die es noch nie gab. Aber bis dahin bietet mein Selbst mir Unterschlupf, es schützt mich endlich vor dem Wahnsinn der Welt, wenn ich mich meinem eigenen Wahnsinn stelle. Ich habe die geheime Tür in mir gefunden. Jenseits von Worten, wo ich endlich und zum ersten Mal ich selbst bin. Die Bestie verliert ihren Schrecken, wenn sie frei ist. Nur Ketten mag sie nicht. Es ist alles ganz einfach. Ich bin bereit, ich bin befreit und doch beginnt es erst. Schicksal zu sein, es ganz zu akzeptieren, das ist Freiheit. Masken müssen fallen, egal was war und ist. Ich glaube wieder… Ich hoffe wieder… Ich liebe wieder…

Abseits-Suche

In dieser wirklich komplizierten Welt
Ist es nicht leicht, zu sich zu finden
Von all den bunten Lichteffekten
Nicht völlig zu erblinden

Wer sich verloren fühlt, dem rate ich:
Such nicht im Etablierten
Die Wahrheit liegt nicht unbedingt
Nur im gemeinhin Akzeptierten

Jeder mögliche Gedanke
Wurde wohl schon mal gedacht
Es ist ein Puzzle und ein Labyrinth
Eine Reise durch die Nacht
Wer SEINE Wahrheit wirklich sucht
Der findet sie und der gewinnt

Ich nenne es den Weg des Kriegers
Den abseitigen Weg
Den mit den Dornen und den Schmerzen
Den schmalen, nicht den breiten Steg

Es klingt klischeehaft, doch so ist es
Und wird sich auch nie ändern
Da jeder seine Wahrheit hat
Sucht man alleine an den Rändern*

Er endet nie, doch er wird leichter
Das Leben sehend zu begehen
Ist besser als bis an das Ende
Sich selbst immer im Weg zu stehen

*Mainstream ist immer ein temporärer Konsens der Masse. Zur Selbstfindung des Individuums taugt er deshalb nicht. Das Grundwesen des Menschen ist zeitlos. Gesellschaften sind es eben gerade nicht. In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns, wenn wir unsere eigene Wahrheit suchen.